Austellungstexte im Gebrauch. Empirische Analysen zu Leichter Sprache, Standardtexten und sozialer Nutzung

Aktivität: VorträgeVortragScience to Science

Beschreibung

Beitrag zum Modul Schreiben, postgradualer Universitätslehrgangs ecm (educating curating managing)

Mit welchen Intentionen werden Ausstellungstexte erstellt? Und wie werden diese nachher von Besucher*innen gebraucht? Geleitet durch diese zwei Fragen gibt der Workshop gibt Einblick in drei empirische Studien. Während die Studie „Sag es einfach. Sag es laut“ die höchst kontrovers diskutierte Einführung von Leichter Sprache im Salzburg Museum zum Anlass nahm, die Texte und deren Nutzung mit Diskursanalyse, teilnehmender Beobachtung und Befragung zu untersuchen, stand bei der Studie „Belvedere Before and After“ die Neupräsentation der Dauerausstellung im Oberen Belvedere im Fokus. Hier wurden im Vergleich zu der sehr rudimentär betexteten Vorgangsausstellung bei der Umgestaltung Raumtexte sowie punktuell auch interpretative Werktexte eingeführt. Die Methodenkombination aus mobilem Eye-Tracking, subjektivem Mapping als auch Fragebogen veranschaulicht dahingehend veränderte Blick- und Interpretationsmuster. Die Studie „Belvedere Visitracker“ konzentrierte sich als multimodale Analyse mit standardisierter Beobachtung und Social Meaning Mapping, wie Paare im Secessionsraum miteinander und mit den vorhandenen Ressourcen, von Werk bis Text, interagieren. Der Workshop verbindet konkrete Ausstellungstextanalysen mit der Diskussion von empirischen Daten zu deren Nutzung.
Zeitraum15 Dez. 2019
Gehalten amUniversität für angewandte Kunst Wien, Österreich