BAM - Bücher, Archivalien und museale Sammlungen – 15 Jahre Provenienzforschung in der Universitätsbibliothek Wien

  • Olivia Kaiser (Vortragende*r)
  • Stumpf, M. (Vortragende*r)

Aktivität: VorträgeVortragScience to Science

Beschreibung

Als erste universitäre Institution in Österreich richtete die Universitätsbibliothek Wien (UB Wien) 2004 ein NS-Provenienzforschungsprojekt ein, dass sechs Jahre später zu einem fixen Arbeitsbereich verstetigt wurde. Damit wurde die nachhaltige Bearbeitung und Beforschung der verdächtigen Bestände und der Erwerbungspolitik der UB Wien in der NS-Zeit sichergestellt. Die Forschungen führen über die Bibliotheksbestände zum Universitätsarchiv bis hin zu den universitären Sammlungen. Die NS-Provenienzforschung stellt dabei einen wesentlichen Baustein der Erinnerungskultur an der Universität Wien dar, trägt zur kritischen Auseinandersetzung mit der NS-Zeit bei und nicht zuletzt auch zur bibliothekarisch-historischen Bewusstseinsbildung.
Die Vortragenden diskutieren vor dem Erfahrungshintergrund von 15 Jahren strukturierte Herangehensweisen an „kontaminierte“ Magazine, die Sichtbarmachung von Ergebnissen im bibliothekarischen Nachweisinstrument und die Notwendigkeit der kooperativen Recherche über Ländergrenzen hinweg. Anhand von Beispielen wird die Bandbreite an Objekten und fallspezifischen Herausforderungen verdeutlicht und insbesondere auf den Umgang mit sogenanntem „erblosen“ Raubgut eingegangen, dem es im Sinne der „fairen und gerechten“ Lösungen der Washingtoner Prinzipien von 1998 adäquat zu begegnen gilt.
Zeitraum20 März 2019
EreignistitelDeutscher Bibliothekartag
VeranstaltungstypKonferenz
OrtLeipzig, DeutschlandAuf Karte anzeigen
BekanntheitsgradInternational