Biodiversitätsschutz durch Bildung: Wie die Handlungskompetenz von Schüler*innen für den Schutz von Insekten langfristig gefördert werden kann

Aktivität: VorträgePosterpräsentationScience to Science

Beschreibung

Bildung spielt nachgewiesenerweise eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Biodiversitätskrise. Im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) können direkte Naturerfahrungen als Brücke zur kognitiven Ebene genutzt werden, um Umweltwissens als bedeutsam wahrzunehmen und zu einem höheren Umweltbewusstsein sowie einer gesteigerten Schutzbereitschaft beitragen. Sie sind der wichtigste Anregungsfaktor für späteres Engagement im Umwelt- und Naturschutz. Im Rahmen einer mixed-method Forschungsstudie im Prä-Post-Follow Up-Design nahmen knapp 300 Wiener Schüler*innen (Jg. 5-7, AHS, MS) an einer 8-wöchigen Bildungsintervention zum Thema Insektenschutz teil. Diese bestand aus 6 Unterrichtseinheiten (a 50 min) in der Schule und einem halbtägigen hands-on Bienen-Workshop im „Bee.Ed“ Forschungs- und Lehrbienengarten der Universität Wien. Inhaltlich wurde neben der Bienenbiologie und der Biene-Pflanze Interaktion insbesondere der Verlust der biologischen Vielfalt, im Speziellen das Insektensterben und Insektenschutz thematisiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schüler*innen nach der Intervention eine positivere Einstellung zu Insekten hatten und eine höhere wahrgenommene Handlungskompetenz für den Insektenschutz aufwiesen. Diese Studie bildet die Grundlage für das „Sparkling Science“-Projekt „BiodiverCITY-Island Hopping“, in dem die Handlungskompetenz von Wiener Schüler*innen (Jg. 5-12, AHS u. MS) mit anderen für den Biodiversitätsschutz relevanten Konstrukten, der Wahrnehmung von Pflanzen und Insekten sowie der Naturverbundenheit, in einer 3-jährigen Bildungsintervention gesteigert werden soll. Im Projekt ermöglicht der „Wiener Biodiversitätskorridor“ mit seinen „Biodiversitätsinseln“ (u. a. bepflanzte Baumscheiben) den Schüler*innen eine direkte Interaktionen mit Pflanzen und Insekten. Im Framework des „Citizen-Science“-Ansatzes werden die Schüler*innen dort gemeinsam mit Wissenschafter*innen Insekten beobachten und bestimmen. Sie werden zudem weitere „Trittstein-Biotope“ selbst anlegen und so den Biodiversitätskorridor erweitern. Neben der Feldarbeit nehmen die Schüler*innen an spezifisch auf das Projekt zugeschnittenen Unterrichtsmodulen teil. Die erhobenen Schülerdaten werden sowohl quantitativ als auch qualitativ ausgewertet. Wir gehen davon aus, dass im Rahmen des BiodiverCITY-Island Hopping Projektes bei den Schüler*innen die Wahrnehmung für Pflanzen und Insekten sowie die Handlungskompetenzen für den Insektenschutz signifikant gesteigert werden können.
Zeitraum28 Feb. 2025
EreignistitelTage der Biodiversität 2025: Gemeinsam auf dem Weg aus der Biodiversitätskrise
VeranstaltungstypKonferenz
OrtWien, ÖsterreichAuf Karte anzeigen
BekanntheitsgradNational

Schlagwörter

  • Biodiversität
  • Handlungskompetenz