Deutsch und slavische Sprachen in Österreich – Perspektiven auf historische Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt

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Beschreibung

Die späte Habsburgermonarchie und insbesondere seine österreichische Reichshälfte (Cisleithanien) waren wie kaum ein anderer Staat des 19. Jahrhunderts von gesellschaftlicher und individueller Mehrsprachigkeit geprägt. Ausgehend von der Annahme, dass diese Mehrsprachigkeit direkt wie indirekt Auswirkungen auf die konstruierte gesellschaftliche und individuelle Mehrsprachigkeit der Zweiten Republik Österreich hatte, untersuchen zwei Teilprojekte des vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) geförderten Spezialforschungsbereichs (SFB) „Deutsch in Österreich: Variation – Kontakt – Perzeption“ (vgl. Budin et. al. 2018) verschiedene Dimensionen von (historischer) Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt des Deutschen mit slavischen Sprachen in Österreich.Eines der beiden Teilprojekte (PP05: Deutsch im Kontext mit den anderen Sprachen im Habsburgerreich [19. Jahrhundert] und in der Zweiten Republik Österreich) fokussiert die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Mehrsprachigkeit in der Habsburgermonarchie. Das zweite der beiden Teilprojekte (PP06: Deutsch und slawische Sprachen in Österreich: Aspekte des Sprachkontakts) ist mit linguistischen Phänomenen im Deutschen in Österreich befasst, die als aus dem Kontakt mit slavischen Sprachen hervorgegangen oder im Kontext des mitteleuropäischen Sprachbundes erklärt werden. Gemeinsam entwickeln sie MiÖ, ein elektronisches Informationssystem zur (historischen) Mehrsprachigkeit in Österreich.
Zeitraum25 Sep. 2019
Ereignistitel13. Deutscher Slavistentag 2019: Internationaler Kongress der deutschsprachigen Slavistik
VeranstaltungstypKonferenz
OrtTrier, Deutschland, Rheinland-PfalzAuf Karte anzeigen

Schlagwörter

  • Sprachkontakt
  • Österreich
  • Mähren
  • Schulgeschichte
  • PUT-Verben
  • historische Mehrsprachigkeit