Geschlecht als Anerkennungsverhaeltnis. Rechtsphilosophische und menschenrechtliche Dimensionen​.

Aktivität: VorträgeVortragScience to Science

Beschreibung

Die rechtliche Kategorie des Geschlechts hat in den letzten Jahren einen erstaunlichen Wandel durchgemacht. Ging es bis vor wenigen Jahren darum, mit dem vorgeschriebenen Eintrag im Geburtenbuch ein biologisches Faktum normativ festzuschreiben, so beruht der Geschlechtseintrag nunmehr ganz wesentlich auf persönlicher Identifikation. Diese wird vom Recht unter bestimmten Voraussetzungen anerkannt, ebenso wie nun auch wahrgenommen werden soll, dass es nicht nur zwei Geschlechter gibt, dass vielmehr geschlechtliche Variationen ebenfalls zu ihrem Recht kommen sollen. Der Vortrag widmet sich dieser normativen Wendung des rechtlichen Geschlechterbegriffs, rekonstruiert rechtsphilosophische Dimensionen vor dem Hintergrund einer poststrukturalistischen Wahrnehmung von Geschlecht als individueller Performance und zeigt, wie sie menschenrechtlich begründet wird. So kann das Geschlecht als Anerkennungsverhältnis rekonstruiert werden, das auf persönlichen Identifikationen beruht und in dem Vorstellungen von faktischen Gegebenheiten und soziale Erwartungen zunehmend in den Hintergrund rücken.
Zeitraum27 Sep. 2018
EreignistitelVI. Tagung für Praktische Philosophie
VeranstaltungstypKonferenz
OrtSalzburg, ÖsterreichAuf Karte anzeigen
BekanntheitsgradInternational