Kontakt zwischen dem Deutschen und slawischen Sprachen im Wien des 19. Jahrhunderts

Aktivität: VorträgeVortragScience to Science

Beschreibung

Wienentwickelte sich im Lauf des 19. Jahrhunderts zu einer der größten Metropolen seiner Zeit. Insbesondere nach 1848 ist dieses Wachstum vor allem auf (Arbeits-)Migration aus den mehrsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie zurückzuführen. Eine besondere Rolle nahmen dabei die Länder der böhmischen Krone und in diesen die primär tschechischsprachigen Bezirke ein, sodass davon ausgegangen wird, dass um 1900 ein Viertel der Wiener Bevölkerung aus Böhmen oder Mähren stammte sowie ein weiteres der sogenannten 2. Generation angehörte. Auf Grund dieser Tatsache wird in der Literatur wiederholt auf die deutsch-tschechischen Sprachkontaktsituation und ihre Auswirkungen auf die Wiener Stadtsprache (das "Wienerische") hingewiesen. Der Vortrag fokussiert aus den dabei genannten Kontaktphänomenen die lexialische Ebene, also tschechische Lehnwörter, und zeigt, dass nicht ausschließlich Arbeitsmigration ab 1850 für den Sprachkontakt zwischen dem Tschechischen und dem Wiener Dialekt entscheidend war. Damit bietet damit Einblick in ein Dissertationsprojekt, das allgemeiner die Repräsentation des "Slawischen im Wienerischen" in bzw. anhand von Wörterbüchern aufarbeitet.
Zeitraum23 Sep. 2020
EreignistitelKolloquium Slavistische Linguistik
VeranstaltungstypVortragsreihe, Kolloquium
OrtZürich, SchweizAuf Karte anzeigen
BekanntheitsgradInternational

Schlagwörter

  • Tschechisch in Wien
  • Deutsch in Österreich
  • Sprachkontakt
  • Lehnwörter
  • Wiener Dialekt
  • Metalexikographie