Kulturelles Erbe und Heimat. Die Freisinger Amtsbücher auf bavarikon, dem Onlineportal des Freistaats Bayern zur Präsentation von Kunst, Kultur und Wissensschätzen

Aktivität: VorträgeVortragScience to Public

Beschreibung

Die „Freisinger Amtsbücher“ des 9. bis 14. Jahrhunderts sind Gegenstand eines Kooperationsprojekts der Generaldirektion der staatlichen Archive Bayerns (GDA) mit der Bayerischen Staatsbibliothek München und dem Institut für österreichische Geschichtsforschung an der Universität Wien und werden von der Vortragenden wissenschaftlich bearbeitet. Der aktuelle Stand der Ergebnisse aus dieser Zusammenarbeit ist seit dem Sommer 2025 auf „bavarikon – dem Onlineportal des Freistaats Bayern zur Präsentation von Kunst, Kultur und Wissensschätzen von der Vor- und Frühgeschichte über Antike und Mittelalter bis hin zur Neuzeit“ - öffentlich zugänglich. Das Kooperationsprojekt ist noch nicht abgeschlossen.
Der Vortrag zeigte die Möglichkeiten und das breite Spektrum des Medienwandels, um Wissensinhalte in transparenter Form digital zu bearbeiten und zu präsentieren. Im Projekt „Freisinger Amtsbücher“ wird der gesamte Bestand dieses Verwaltungsschriftgutes bis zum Kern der Originale Schritt für Schritt erschlossen. Das betrifft nicht nur die Materialität und den paläographischen Überlieferungsbefund, sondern auch Fragen nach dem Inhalt der Dokumente, den genannten Personen und Orten und ihren sozialen Vernetzungen.
Das Verwaltungsschriftgut der Freisinger Amtsbüchern lag bisher nur sehr alten Editionen vor; die digitale Form bietet erstmals eine moderne Kommentierung der Dokumente sowie neue Transkriptionen.
Dadurch kann die Verwaltung des geistlichen Grundbesitzes und die Entwicklung der Wirtschafts- und Sozialstrukturen des Bistums Freising mit seinen Fernbesitzungen bis nach Slowenien vom 8. Jahrhundert bis zum Beginn der Neuzeit verfolgt werden; auch vereinigen diese Amtsbücher die Abschriften von wirtschaftlichen Transaktionen des Bistums mit eingebundenen Originaldokumenten. Das Procedere der Verwaltungsvorgänge kann nun digital sehr genau verfolgt werden. - Eine weitere Besonderheit stellen die modernen Identifizierungen der mittelalterlichen Ortsangaben dar und die digitale Vernetzung der Ortsnamen mit der Ortdatenbank auf "bavarikon". Ferner werden gesellschaftliche Strukturen bis hin zu den Arbeitskräften auf den geistlichen Domänen des Bistums während des Mittelalters erstmals transparent.
Zeitraum10 Nov. 2025
Gehalten amBayerische Einigung e.V. / Bayerische Volksstiftung, Deutschland
BekanntheitsgradInternational