„Mischehefamilien“ und „Ältestenrat“ Prekäres jüdisches Leben in Wien, 1943-45

  • Michaela Raggam-Blesch (Vortragende*r)

Aktivität: VorträgeVortragScience to Science

Beschreibung

Der Vortrag untersucht jüdisches Leben in den letzten Jahren des NS-Regimes in Wien. Dieser Zeitraum wurde in der Holocaust Forschung oft vernachlässigt, da nach dem Abschluss der großen Deportationen nur mehr eine kleine heterogene Gruppe in Wien verblieb, die nach NS-Gesetzen als jüdisch definiert wurde. Der Großteil dieser Menschen war als Mitglied einer „Mischehefamilie“ durch eine/n „arische/n“ Ehepartner/in oder Elternteil vor Deportation geschützt. Da Juden (NS-Definition) in nichtjüdischen Institutionen nicht mehr betreut wurden, mussten jüdische Institutionen für „Mischehefamilien“ aufrechterhalten werden. Aus diesem Grund konnten auch einige Angestellte des „Ältestenrats“ (Nachfolgeorganisation der IKG) über ihre Funktion als ÄrztInnen, PflegerInnen, Köchinnen, Reinigungspersonal oder BeamtInnen in Wien verbleiben. Der Vortrag widmet sich den Interaktionen zwischen den unterschiedlichen Mitgliedern dieser Zwangsgemeinschaft und deren prekärem Überleben.
Zeitraum7 Apr. 2018
EreignistitelZeitgeschichtetag 2018: Geschichte wird gemacht
VeranstaltungstypKonferenz
OrtWien, ÖsterreichAuf Karte anzeigen
BekanntheitsgradNational