PALMÖL, LANDRAUB UND KONFLIKTE

Aktivität: VorträgeVortragScience to Public

Beschreibung

Die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten und die günstigen Produktionsbedingungen führten dazu, dass Palmöl weltweit zum meist verwendeten Öl wurde. Denn Palmöl wird nicht nur in Lebensmitteln, Kosmetika, Putz- und Waschmitteln eingesetzt. Seit einigen Jahren werden aus Palmöl Agrartreibstoffe hergestellt, die als klimafreundlich eingestuft, und von der EU politisch gefördert werden. Doch der wachsende globale Verbrauch von Palmöl geht mit verheerenden sozial-ökologischen Folgen in den Anbauländern einher. Davon betroffen ist insbesondere der weltweit größte Produzent Indonesien, wo immense Regenwaldflächen in Palmölplantagen umgewandelt wurden. Landraub und Vertreibung von Menschen, steigender CO2 -Ausstoß aufgrund von Entwaldung sowie der Verlust von Biodiversität und die Vernichtung von Rückzugsorten für Orang-Utans und andere Tierarten sind Folgen der expandierenden Palmölindustrie.
Die ReferentInnen berichten von ihren Recherchen direkt in den Gebieten und erörtern im Rahmen des Vortrags Aspekte dieses umfassenden Themenfeldes. Zentral sind Fragen nach Produktionsbedingungen und damit verbundene Konflikte, Formen von Widerstand und des Umgangs der Palmölindustrie damit.
Zeitraum17 Nov. 2016
Gehalten amSüdwind Tirol, Österreich