Im 21. Jahrhundert hat die (kritische) sozialwissenschaftliche Forschung verschiedene globale Phänomene der intersektionalen Ausbeutung entdeckt. Ein prominentes und viel diskutiertes Beispiel sind die sogenannten Sorgeketten, die in der Careforschung untersucht werden. Während sich viele in einer pessimistischen Einschätzung unserer Zeit einig sind – insbesondere bei der Analyse der Arbeitsmärkte und ihrer zukünftigen gesellschaftlichen Einbettung –, werden unterschiedliche theoretische Werkzeuge in verschiedenen sozialräumlichen Kontexten entwickelt und verwendet, um dies zu erfassen.
Um die Lage auf den Arbeitsmärkten zu beschreiben haben sich beispielsweise global verschiedene Konzepte wie Prekarität, Informalität oder auch Marginalität durchgesetzt, durch die verschiedene Macht- und Herrschaftsstrukturen greifbar werden können. Der Vortrag beschäftigt sich mit den Gemeinsamkeiten und Verschiedenheiten der theoretischen Zugriffe schlaglichtartig anhand von verschiedenen Beispielen im Bereich der Sorgearbeit.