Beschreibung
Hintergrund/ZielsetzungIm Rahmen einer Masterarbeit wurden am Gesundheitsamt Weilheim-Schongau in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) während der Corona-Pandemie die Sensitivität und Spezifität von sieben SARS-CoV-2-Antikörpertests verschiedener Hersteller miteinander verglichen. Zudem wurde eine Abschätzung der Dynamik von IgA, IgM und IgG innerhalb der ersten 35 Tage nach festgestellter SARS-CoV2-
Infektion durchgeführt.
Methode
Untersucht zwischen April 2020 und Juni 2022, 1977 Blutproben von freiwilligen SARS-CoV2-positiven, sowie SARS-CoV2-verdächtigen Proband*innen. Zur Negativ-Kontrolle wurden außerdem asservierte Blutproben aus dem Lues-Serumarchiv des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ausgewertet. Die Rekrutierung der Proband*innen erfolgt in Zusammenarbeit mit dem LGL über die lokalen bayerischen Gesundheitsämter. Die Untersuchung wurde den Proband*innen im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes als freiwillige Leistung angeboten.
Ergebnis
Die berechneten allgemeinen Ergebnisse für die Sensitivitäten und Spezifitäten wichen in einigen Fällen deutlich von den Ergebnissen der Herstellertests, aber auch untereinander ab. Die Messung der Genauigkeit der Antikörpertests hängt von der entsprechenden Antikörperdynamik ab. Ab 11+ Tagen nach dem Infektionsbeginn ist es wesentlich besser möglich die Detektionsfähigkeit der Antikörpertests zu messen.
Im Vergleich der Antikörpertests untereinander schnitten der Cobas_IgG_N und Cobas_IgG_S der Firma Roche (ECLIA-Tests) und der Mikrogen_Lineblot (CarL)/Mikrogen recomLine SARS-CoV-2 IgG Immunoassay der Firma Mikrogen (Lineblot), sowie in Bezug auf seine unterschiedliche Versuchspopulation, der Liaison SARS-CoV-2 Trimerics IgG der Firma DiaSorin (CLIA) bezüglich ihrer Sensitivität und Spezifität am besten ab. Am schlechtesten schnitten die Chip-Tests, ELISA-Tests und CMIA-Tests ab.
Schlussfolgerung
Die Detektierbarkeit von Antikörpern in der Population der Stichprobe hängt von verschiedenen Faktoren ab, u.a. Krankheitsschwere, Impfstatus und Alter. Das Geschlecht hat keinen Einluss. Ab dem 11. Krankheitstag ist regelmäßig sind regelmäßig IgG-Antikörper nachweisbar. Für eine zuverlässige Aussage sollte in zukünftigen Studien auf Antikörpertests zurückgegriffen werden, die in unabhängigen, großen Studien validiert wurden.
| Zeitraum | 26 Sept. 2023 |
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| Ereignistitel | 10. Bayerischer Kongress für den Öffentlichen Gesundheitsdienst: Öffentliche Gesundheit im Wandel – Innovationen und Herausforderungen |
| Veranstaltungstyp | Konferenz |
| Ort | Würzburg, DeutschlandAuf Karte anzeigen |