The Hills have Ears - Identifikation, Induktion und Assoziation von Emotion in Filmmusik.

    Aktivität: VorträgePosterpräsentationScience to Science

    Beschreibung

    Hintergrund: In zwei vorangegangenen Studien wurde die Wirkung von so genannter „Angstmusik“ auf den Menschen durch die subjektive Empfindung (Mühlhans, 2014) und zusätzlich die physiologische Reizreaktion während des Musikhörens (Mühlhans, 2016) erhoben. Während die verwendeten Filmmusikausschnitte teilweise als sehr beängstigend beschrieben wurden, konnten in den physiologischen Reaktionen kaum Anzeichen auf ein tatsächliches Mitfühlen von Angst/Furcht bei den Versuchspersonen festgestellt werden. Ziel: In einem dritten Experiment dieser Reihe wurden nun weitere Möglichkeiten zur emotionalen Klassifikation von Musik evaluiert (Identifikation), bzw. eine assoziative Komponente hinzugefügt. Diese sollte dazu dienen, etablierte Modelle von „Basisemotionen“ (Ekman, 1972; Plutchik, 1980) auf ihre Übertragbarkeit auf Musik hin zu testen. Versuch: 30 Musikausschnitte von etwa 30-40 Sekunden Länge, von denen etwa die Hälfte aus Horrorfilmen und -Computerspielen stammt, wurden in einem Online-Hörversuch getestet (n=452, f=287, ř=30,7 Jahre, SD=11,9). Die Stimuli wurden auf Valenz/Aktivierung, Zuordnung zu Gesichtsausdrücken und emotionalen Kategorien mit Abstufungen evaluiert, zusätzlich wurde das Mitfühlen über Selbsteinschätzung abgefragt. Ergebnisse: Allgemein werden Freude, Trauer und Angst auch in Musik mit einem hohen Grad an Übereinstimmung identifiziert, während andere emotionale Kategorien seltener und uneinheitlich vorkommen (z.B. Überraschung, Ekel). Wie in den vorangegangenen Studien zeigt sich erneut, dass besonders "Neue Musik" mit Angst/Furcht und dem Filmgenre „Horror“ assoziiert wird. Mit ihr werden auch Begriffe höherer emotionaler Intensität (z.B. „Panik“ statt „Ängstlichkeit“) verbunden und das Mitfühlen jener Emotion ausgeprägter angegeben. Musik aus Horrorfilmen und -Spielen wird allgemein mit hoher Aktivierung und negativer Valenz beschrieben. Signifikante Unterschiede nach Geschlecht oder Präferenz für Horrorfilme konnten nur bei vereinzelten Stimuli gefunden werden. Die Selbsteinschätzung des Mitfühlens von Emotionen wird bei Angst durchgehend niedriger eingeschätzt als bei anderen Emotionen. Erneut konnten einige Korrelationen mit akustischen Parametern gefunden werden. Die Bewertung von Aktivierung korreliert vor allem mit Lautheit (p=.008), Schärfe (p
    Zeitraum2017
    Ereignistitel"Musik und Bewegung" 33. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie (DGM)
    VeranstaltungstypKonferenz
    OrtHamburg, DeutschlandAuf Karte anzeigen

    Schlagwörter

    • Wahrnehmung von Musik
    • Angst
    • Horrormusic
    • Filmmusik
    • Emotion
    • Angstmusik