Zur Rolle des Übersetzers

  • Susanne Teutsch (Vortragende*r)

    Aktivität: VorträgeVortragScience to Science

    Beschreibung

    Das literarische Feld nach Pierre Bourdieu erstreckt sich soweit, wie die Wirkung eines bestimmten Werkes – Übersetzungen überwinden die Sprachbarrieren ihres ursprünglichen Raumes und treten dadurch mit anderen Werken in Beziehungen, die durch ihre Kräfteverhältnisse bestimmt werden. Dabei ist es notwendig, nicht nur sichtbare Interaktionen zu betrachten, sondern vielmehr jene Raumstruktur zu berücksichtigen, die den Interaktionen Form und Gestalt verleiht. Es geht darum, den Raum der Stellungen oder Positionen zum Raum der Stellungnahmen oder Dispositionen ins Verhältnis zu setzen.
    Besonders die am Vermittlungsprozess beteiligten AkteurInnen müssen dabei berücksichtigt werden, an erster Stelle stehen dabei die ÜbersetzerInnen, die mit Bourdieu als sozial Handelnde aufgefasst werden, und u.a. für die Positionierung der Übersetzung im Feld der Zielliteratur verantwortlich sind. Sie spielen vor allem dann eine besondere Rolle, wenn Übersetzungen a priori wenig kommerziellen Erfolg versprechen und deswegen auf das Engagement einzelner Vermittlungspersonen angewiesen sind, die durch ihre Expertise innovatives literarisches Potential kennen und sich oft aus persönlichen Gründen, wie einer besonderen Beziehung zur Ausgangs- bzw. Zielkultur, für diese Nischenliteratur einsetzen.
    Anhand von Elfriede Jelineks Rezeption in Rumänien sollen diese Überlegungen praktisch deutlich gemacht werden.
    Zeitraum3 Juni 2017
    Ereignistitel1. Internationalen Tagung zur Angewandten Germanistik
    VeranstaltungstypKonferenz
    OrtBukarest, RumänienAuf Karte anzeigen
    BekanntheitsgradInternational