"Verländerung" und "Nichtentscheidung" „Weniger als erhofft, mehr als erwartet“

  • Stefan Hopmann
  • Patricia Stuhr

Presse/Medien: Medienbericht

Beschreibung

Von einer „neuen Zeit für das Bildungssystem“ und einem „entscheidenden
Fortschritt“ haben die beiden Chefverhandler der Bildungsreform, ÖVP-Staatssekretär
Harald Mahrer und SPÖ-Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek, nach den
langwierigen Verhandlungen gesprochen. Bildungsexperten sind weit weniger
euphorisch.
„Weniger als erhofft, mehr als erwartet“, sagte Stefan Hopmann, Bildungsforscher an der Universität Wien.
Das System sei nicht völlig umgebaut worden. Immerhin sei aber nichts in dem Paket, „das per se
schädlich wäre“, konstatierte er. Das Schulautonomiethema sei „einigermaßen unzertrümmert“
aufrechterhalten. Positiv sei auch, dass nun endlich darüber gesprochen werde, „wo Unterricht gemacht
wird“.
Er hätte sich bei der Reform allerdings "mehr Mut gewünscht, nicht nur punktuell Veränderungen in
Bestehendes einzubauen, sondern tatsächlich die Strukturen anzugehen. Die Ergebnisse bringen nun nur
eine mögliche Mitbestimmung bei der Personalauswahl und der Verfügung über Sachmittel. Hopmann
hätte es aber begrüßt, wenn es echte Budgetautonomie und die Möglichkeit zur Veränderung der
Personalstrukturen gegeben hätte.

Zeitraum18 Nov. 2015

Medienabdeckung

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Medienabdeckung

  • Titel"Verländerung" und "Nichtentscheidung" „Weniger als erhofft, mehr als erwartet“
    Datum der Veröffentlichung18/11/15
    PersonenStefan Hopmann, Patricia Stuhr