Konzepte von Entwicklung in Kenias postkolonialer Literatur

Projekt: Forschungsförderung

Projektdetails

Abstract

‚Entwicklung‘ - als politisches und ökonomisches Konzept - hat die globale Ordnung vom 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart entscheidend geprägt. Afrika ist der Kontinent, der kolonial und postkolonial am stärksten mit Entwicklung als einer historisch neuen Weise assoziiert wurde und wird, sozialen und wirtschaftlichen Wandel zu messen, zu planen, zu steuern und zu verwalten. Arturo Escobar prägte dafür den Begriff ‚development encounter‘ als einer historischen Erfahrung, die in ihrer Tragweite den ‚colonial encounter‘ abgelöst und überholt hat.
In ihrem Projekt nähert sich Martina Kopf der Geschichte des ‚development encounter‘ am Beispiel Kenias anhand von Erzählungen und Geschichten, die sich damit verbinden. Wie werden Prozesse ökonomischen und gesellschaftlichen Wandels in literarischen Texten repräsentiert? Welche Erfahrungen verbinden sich damit, welche Bedeutungen? Welchen Wandel haben literarische Repräsentationen der Begegnung mit ‚Entwicklung‘ von der Unabhängigkeit bis zur Gegenwart durchlaufen? Das Projekt bringt populäre Erzählwelten in Dialog mit institutionellen Diskursen über Entwicklung. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf Romanen und Lebenserzählungen aus Kenia vom Ende der 1950er Jahre bis zur Gegenwart.
KurztitelKonzepte von Entwicklung in Kenias postkolonialer Liertatur
StatusAbgeschlossen
Tatsächlicher Beginn/ -es Ende1/07/1728/02/22

Schlagwörter

  • Post-colonial literature
  • Development theory
  • Kenya
  • Narrative analysis
  • Social and economic change
  • East African literatures