„Brüder, zur Sonne“? Entwicklung, Dekolonisierung und sozialistische Solidarität in den österreichischen 1960ern

Lucile Dreidemy (Herausgeber*in), Hanna Hacker (Herausgeber*in), Eric Burton (Herausgeber*in)

Veröffentlichungen: Beitrag in FachzeitschriftArtikelPeer Reviewed

Abstract

Kalter Krieg, Befreiungsbewegungen im Globalen Süden, Bürgerrechtsbewegungen in
den USA und die Entwicklungspolitik als neues weltumspannendes Handlungsfeld: All
das sind Bezugspunkte inter- und transnationaler Politiken im Österreich der späten
1950er- und 1960er-Jahre. Es entstanden entwicklungspolitisch orientierte ministerielle
Gremien und staatsnahe Institutionen ebenso wie eine ganze Reihe an vielfach kirchlich
getragenen Nicht-Regierungsorganisationen, die sich mit Entwicklungszusammenarbeit
befassten. Teilweise in einem Spannungsverhältnis dazu entfalteten sich Kooperationen
zwischen Aktivist:innen beispielsweise der panafrikanischen Schwarzen Diaspora und
solchen der sich als kosmopolitisch verstehenden Linken. Das vorliegende Themen-
heft geht der Frage nach, wie sich Akteur:innen, die der Sozialdemokratie zugerechnet
werden können, im Feld dieser neuen Beziehungsmuster verorteten und welche Hand-
lungsentwürfe damit einhergingen. Die Beiträge eröffnen Perspektiven zu globalen und
post/kolonialen Dimensionen der österreichischen Zeitgeschichte.
OriginalspracheDeutsch
Fachzeitschriftzeitgeschichte
Ausgabenummer3
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2025

ÖFOS 2012

  • 601022 Zeitgeschichte

Zitationsweisen