Abstract
Trotz des großen Erfolges von Impfungen stellt die zunehmende Impfmüdigkeit eine Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar. Deshalb ist eine effektive Impfkommunikation wichtig. Sowohl personalisierte und bedürfnisgerechte Gespräche zwischen Ärzt*innen und Patient*innen als auch großangelegte standardisierte Impfkampagnen über klassische Medien zählen zu den wichtigsten Werkzeugen, um mögliche Unsicherheiten und Sorgen von Patient*innen zu entkräften, Fehlinformationen zu korrigieren und positive Argumente für den Nutzen von Impfungen zu vermitteln. In diesem Beitrag werden digitale Innovationen für die Impfkommunikation vorgestellt, die Vorteile beider Kommunikationsformen kombinieren und damit wichtige Bausteine für die Impfkommunikation in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft werden können. Wir betrachten 4 digitale Ansätze: soziale Medien, Smartphone-Apps, Chatbots und immersive Technologien (insbesondere virtuelle Realität). Wir beschreiben die Eigenschaften dieser Medien und Technologien, mögliche Zielgruppen für ihre Anwendung, ausgewählte wissenschaftliche Evidenz zu ihrer Effektivität in der Impfkommunikation sowie Forschungslücken und -potenziale. Abschließend machen wir Vorschläge für mögliche Anwendungs- und Einsatzbereiche dieser Ansätze in der Impfkommunikation. Auch wenn die Forschung zu digitalen Innovationen in der Impfkommunikation noch am Anfang steht, sehen wir große Potenziale, diese Ansätze als ergänzende Maßnahmen in umfassende Impfkommunikationsstrategien zu integrieren, um die Effektivität zukünftiger Impfkampagnen zu steigern und die globale Gesundheit nachhaltig zu fördern.
| Titel in Übersetzung | Digital innovations in vaccination communication |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Seiten (von - bis) | 408-415 |
| Seitenumfang | 8 |
| Fachzeitschrift | Bundesgesundheitsblatt, Gesundheitsforschung, Gesundheitsschutz |
| Jahrgang | 68 |
| Ausgabenummer | 4 |
| Frühes Online-Datum | 13 Feb. 2025 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - Apr. 2025 |
Fördermittel
Open access funding provided by University of Vienna.
ÖFOS 2012
- 501021 Sozialpsychologie
Schlagwörter
- Smartphone apps
- Vaccine hesitancy
- Social media
- Virtual reality
- Chatbots