Abstract
Unabhängig davon, mit was sich eine Kommunikations- und Medienethik
beschäftigt – sie versteht sich selbst als Ethik. Ethik in diesem Sinne ist
eine bestimmte wissenschaftliche Herangehensweise, sie ist praktische oder
angewandte Philosophie. Ethik ist der erste Grundbegriff der Kommunika‐
tions- und Medienethik und ist mit gutem Recht der erste in diesem Band.
Sich mit (öffentlicher) Kommunikation und Medien ethisch zu beschäf‐
tigen, ist ein anderer Zugang zu diesem Themenfeld als eine empirisch-so‐
zialwissenschaftliche Herangehensweise (ohne dass beide Perspektiven
einander ausschließen). An den Begriffen Moral und Ethik lässt sich zeigen,
was die grundlegend eigene Perspektive der Kommunikations- und Medi‐
enethik ist und was sie als Disziplin kennzeichnet. In der Bestimmung der
Begriffe „Ethik“ und „Moral“ wird deutlich, dass Ethik nicht allein eine
Sache persönlicher Einschätzungen von Individuen ist und nicht nur die
Normen des Rechts eine allgemeine Verbindlichkeit haben. Denn in Ihrem
Urteil über gute (bzw. schlechte) und richtige (bzw. falsche) Handlungen und
Strukturen macht die Kommunikations- und Medienethik als Ethik immer
Vernunftgründe geltend, von denen sie erwarten kann, dass diese allgemein
nachvollziehbar sind. Kommunikations- und Medienethik erschöpft sich
keinesfalls in diesen Begründungsdiskursen, aber diese stellen die Fragestel‐
lung und Methode dar, die sie zu einer eigenständigen Disziplin machen.
beschäftigt – sie versteht sich selbst als Ethik. Ethik in diesem Sinne ist
eine bestimmte wissenschaftliche Herangehensweise, sie ist praktische oder
angewandte Philosophie. Ethik ist der erste Grundbegriff der Kommunika‐
tions- und Medienethik und ist mit gutem Recht der erste in diesem Band.
Sich mit (öffentlicher) Kommunikation und Medien ethisch zu beschäf‐
tigen, ist ein anderer Zugang zu diesem Themenfeld als eine empirisch-so‐
zialwissenschaftliche Herangehensweise (ohne dass beide Perspektiven
einander ausschließen). An den Begriffen Moral und Ethik lässt sich zeigen,
was die grundlegend eigene Perspektive der Kommunikations- und Medi‐
enethik ist und was sie als Disziplin kennzeichnet. In der Bestimmung der
Begriffe „Ethik“ und „Moral“ wird deutlich, dass Ethik nicht allein eine
Sache persönlicher Einschätzungen von Individuen ist und nicht nur die
Normen des Rechts eine allgemeine Verbindlichkeit haben. Denn in Ihrem
Urteil über gute (bzw. schlechte) und richtige (bzw. falsche) Handlungen und
Strukturen macht die Kommunikations- und Medienethik als Ethik immer
Vernunftgründe geltend, von denen sie erwarten kann, dass diese allgemein
nachvollziehbar sind. Kommunikations- und Medienethik erschöpft sich
keinesfalls in diesen Begründungsdiskursen, aber diese stellen die Fragestel‐
lung und Methode dar, die sie zu einer eigenständigen Disziplin machen.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Titel | Grundbegriffe der Medienethik |
| Untertitel | für Studium, Wissenschaft und Praxis |
| Redakteure*innen | Alexander Filipovic |
| Erscheinungsort | Stuttgart |
| Verlag | UVK Verlag |
| Seiten | 22-29 |
| ISBN (elektronisch) | 9783838566054 |
| ISBN (Print) | 9783825266059 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2026 |
Publikationsreihe
| Reihe | UTB |
|---|---|
| Band | 6605 |
| ISSN | 0340-7225 |
ÖFOS 2012
- 508019 Medienethik
Zitationsweisen
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