Europa verrücken: Kämpfe zwischen Kolonialität und Dekolonialisierung

Jenny Marcela Torres Heredia (Herausgeber*in), Franziska Kusche (Herausgeber*in), Gregor Seidl (Herausgeber*in), Johannes Korak (Herausgeber*in)

Veröffentlichungen: BuchSammelbandPeer Reviewed

Abstract

Die akademischen Beschäftigung und die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen mit kolonialen Strukturen und ihren Kontinuitäten haben in den letzten Jahren massiv zugenommen. Häufig firmieren die Debatten unter Begriffen wie ‚Postkolonialismus‘, ‚Antikolonialismus‘ oder ‚De/Kolonialität‘. Zugleich entsteht der Eindruck, dass die – ursprünglich zugrunde liegende – radikale Kritik dieser Ansätze und der politische Impuls ihrer Praktiken in universitären Positionskämpfen um symbolisches Kapital untergehen. Die Kritik an der eigenen sozialen Praxis, an strukturellen Machtverhältnissen und den sie absichernden gesellschaftlichen Apparaten geht oft verloren. Dieses JEP-Schwerpunktheft unternimmt den Versuch, die Kolonialität von Wissenschaft und Wissenformen weiter zu reflektieren und zugleich die Bedeutung dieser Ansätze für eine kolonialitätskritische Analyse von sozialen Konflikten und Machtverhältnissen in Europa zu unterstreichen.
OriginalspracheDeutsch
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2021

Publikationsreihe

ReiheJournal für Entwicklungspolitik (JEP)
Nummer1/2
BandXXXVIII
ISSN0258-2384

ÖFOS 2012

  • 603124 Wissenschaftstheorie
  • 603103 Ethik
  • 509023 Entwicklungsforschung
  • 506003 Entwicklungspolitik

Schlagwörter

  • Dekolonialisierung
  • Theorie
  • postcolonial
  • Selbstreflexivität

Zitationsweisen