Abstract
Ausgehend von einer in Westeuropa oft konstatierten „Politikverdrossenheit“ geht der vorliegende Aufsatz den Fragen nach, inwiefern das Vertrauen in die Regierenden das Vertrauen in das Funktionieren der Demokratie beeinflusst, und welche Rolle die eigene gesellschaftliche Position für das Vertrauen in Politik und Demokratie einnimmt. Mit Daten des ISSP 2004 aus acht Nationen wird in einem Strukturgleichungsmodell geprüft, inwiefern Effekte der gesellschaftlichen Position auf das Vertrauen in das Funktionieren der Demokratie durch das Vertrauen in das System der Wahlen, den öffentlichen Dienst und regierende Politiker/innen vermittelt werden. Es bestätigt sich, dass sich die gesellschaftliche Position vor allem indirekt auf das Vertrauen einer Person in die Demokratie auswirkt. Menschen mit geringerem sozialem Status zeigen weniger Vertrauen in Regierende und Demokratie. Das Vertrauen in Politiker/innen scheint zudem weniger bedeutend für das Vertrauen in das Funktionieren der Demokratie zu sein als das Vertrauen in Institutionen der Demokratie wie das Wahlsystem oder den öffentlichen Dienst.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Seiten (von - bis) | 1-30 |
| Seitenumfang | 30 |
| Fachzeitschrift | Hamburg Review of Social Sciences |
| Jahrgang | 5 |
| Ausgabenummer | 1&2 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2010 |
ÖFOS 2012
- 504001 Allgemeine Soziologie