Familie in der Stadt und am Land: Zur Bedeutung des regionalen Kontextes für die Realisierung des Kinderwunsches in Österreich

Bernhard Riederer, Isabella Buber-Ennser

Veröffentlichungen: Beitrag in FachzeitschriftArtikelPeer Reviewed

Abstract

Es ist seit Langem bekannt, dass sich Fertilitätsraten zwischen ländlichen und urbanen Regionen unterscheiden. Stadt-Land-Unterschiede bei der Realisierung bestehender Kinderwünsche wurden jedoch bisher kaum untersucht. Der vorliegende Aufsatz untersucht die Verwirklichung bestehender Kinderwünsche in Österreich, wobei ländliche und urbane Gebiete mit der Hauptstadt Wien als einziger Millionenstadt verglichen werden. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Kinderwünsche in Wien seltener realisiert werden als in ländlichen oder anderen urbanen Regionen Österreichs. Unterschiede in der Bevölkerungszusammensetzung erklären das häufigere Aufschieben des Kinderwunsches in Wien. Für die Aufgabe des Drei-Jahres-Kinderwunsches bestehen aber auch nach Berücksichtigung sozioökonomischer und demographischer Charakteristika sowie Wertvorstellungen noch regionale Unterschiede. Dies könnte an der Vielfalt an bildungs- und berufsbezogenen Optionen in Städten liegen, die mit einer Familiengründung konkurrieren.
Titel in ÜbersetzungFamily in urban and rural regions: The relevance of regional context for the realization of childbearing intentions in Austria
OriginalspracheDeutsch
Seiten (von - bis)69-91
Seitenumfang23
FachzeitschriftÖsterreichische Zeitschrift für Soziologie
Jahrgang46
Ausgabenummer1
Frühes Online-Datum2020
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2021

ÖFOS 2012

  • 504006 Demographie
  • 507015 Regionalforschung
  • 504011 Familienforschung
  • 507020 Stadtforschung

Schlagwörter

  • Kinderwunsch
  • Stadt-Land Unterschiede
  • Fertilität
  • Wien
  • Generations and Gender Survey
  • Fertility
  • Vienna
  • Generations and Gender Survey (GGS)
  • Urban-rural differences
  • Childbearing intentions

Zitationsweisen