Grab 814 aus dem hallstatt-/ frühlatènezeitlichen Gräberfeld von Franzhausen - traumatische und krankhafte Befunde an Kinderskeletten und die Vorstellung des Fibeltypus „Franzhausen“

Peter Ramsl, Friederike Novotny

Veröffentlichungen: Beitrag in BuchBeitrag in Buch/Sammelband

Abstract

Ausgehend von dem bislang unpublizierten Doppelgrab Franzhausen (FH) 814 (Grabungsjahr 1992) wird eine eiserne Fibel, die ihre wenigen Vergleichsstücke in Salzburg und im anschließenden
westlichen Teil des Mitteleuropäischen Korridors besitzt, als „Typ Franzhausen“ herausgestellt, auch um eine
Vorschau auf das große hallstatt-/latènezeitliche Gräberfeld im Traisental (NÖ) zu geben. Anthropologisch interessante Befunde zeigen sich bei den im Alter von 4–5 Jahren bzw. 9–11 Jahren verstorbenen Kindern als Spuren zahlreicher massiver krankhafter Prozesse, aber auch perimortaler Traumata. Als Ursache werden für die
krankhaften Veränderungen neben einer chronischen rezidivierenden Vitamin-C-Mangelerkrankung (MöllerBarlow-Erkrankung, Skorbut) auch meningeale Reizungen sowie für die Traumata intentionelle perimortale
Gewalt vermutet.
OriginalspracheDeutsch
TitelJantarová stezka v proměnách času
Redakteure*innenHana Čižmářová, Ivan Čižmář, Alena Humplolová
ErscheinungsortBrno
Herausgeber (Verlag)Moravské zemské muzeum
Seiten169-186
ISBN (Print)978-80-7028-534-3
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2020

ÖFOS 2012

  • 601021 Urgeschichte
  • 106018 Humanbiologie

Schlagwörter

  • Franzhausen
  • Fibeln
  • Latènezeit
  • Anthroploogie
  • Vitamin C Mangel
  • perimorte traumatische Verletzungen

Zitationsweisen