Abstract
Der vorliegende Aufsatz beschäftigt sich ausgehend von einem Ratgeberartikel zum Online-Dating aus medienkulturwissenschaftlicher Perspektive mit dem Phänomen des Authentischen in Digitaler Kultur. Geleitet wird die Untersuchung von der These, dass Medien der Authentizität nicht im Weg stehen, sie nicht verunmöglichen, sondern vielmehr deren Voraussetzung und Bedingung sind. Dating-Plattformen, so zeigt der Beitrag im Rückgriff auf Ansätze der ‚gouvernementalen Medientheorie‘, scheinen gerade deshalb an einer Hervorbringung des Authentischen in Digitaler Kultur beteiligt zu sein, weil sie in diskursiven Aushandlungen (der Authentizität) problematisiert und so zum Gegenstand von Sorgen und Aufmerksamkeiten werden. Das Authentische und ‚die Medien‘ (ebenso wie das Umgehen mit ihnen) erscheinen so als emergente Phänomene, die sich immer wieder neu Plausibilität und Wirksamkeit verleihen.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Seiten (von - bis) | 310-322 |
| Fachzeitschrift | Journal Film- und Fernsehwissenschaftliches Kolloquium |
| Ausgabenummer | 11 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - März 2026 |
ÖFOS 2012
- 605004 Kulturwissenschaft
Schlagwörter
- Authentizität
- Authenticity
- Media Theory
- Medientheorie
- Gouvernementalität
- digitale Kultur
Zitationsweisen
- APA
- Author
- BIBTEX
- Harvard
- Standard
- RIS
- Vancouver