Abstract
**Hintergrund**
Menschen mit Pflegebedarf haben im Vergleich zu Gleichaltrigen ohne Pflegebedarf eine signifikant schlechtere Mundgesundheit. International wird diesen Herausforderungen verstärkt durch interprofessionelle Zusammenarbeit und erweiterte Rollen von Pflegefachpersonen begegnet. Dieser Beitrag untersucht die Sichtweisen von Zahnärzt*innen und Pflegefachpersonen in Deutschland auf ihre aktuelle und künftige Zusammenarbeit in Pflegeheimen. **Methode**
Es wurden 8 Experteninterviews mit jeweils 4 praktizierenden Zahnärzt*innen und Pflegefachpersonen aus der Region Westfalen-Lippe via Zoom oder telefonisch durchgeführt. Das vollständig transkribierte Interviewmaterial wurde mittels thematischem Kodieren fallbezogen und fallübergreifend ausgewertet. **Ergebnisse**
Für eine Förderung der Mundgesundheit von Heimbewohner*innen ist aus Sicht der Befragten die Zusammenarbeit von Zahnärzt*innen und Pflegefachpersonen unabdingbar. Sie schildern Zeit- und Kompetenzmangel in der Mund- und Zahnversorgung von Heimbewohner*innen, denen mit neuen Verantwortlichkeitsrollen für speziell qualifizierte Pflegefachpersonen in Kooperation mit den Zahnärzt*innen begegnet werden sollte. Zugleich sprechen sie sich für eine stärkere Verankerung und Einbettung (zahn)medizinischer Versorgung in den Abläufen in Pflegeheimen aus. **Schlussfolgerung**
Neue Kooperationsformen zwischen Zahnärzt*innen und Pflegefachpersonen in Pflegeheimen sollten in Deutschland erprobt und weiter ausgebaut werden.
Menschen mit Pflegebedarf haben im Vergleich zu Gleichaltrigen ohne Pflegebedarf eine signifikant schlechtere Mundgesundheit. International wird diesen Herausforderungen verstärkt durch interprofessionelle Zusammenarbeit und erweiterte Rollen von Pflegefachpersonen begegnet. Dieser Beitrag untersucht die Sichtweisen von Zahnärzt*innen und Pflegefachpersonen in Deutschland auf ihre aktuelle und künftige Zusammenarbeit in Pflegeheimen. **Methode**
Es wurden 8 Experteninterviews mit jeweils 4 praktizierenden Zahnärzt*innen und Pflegefachpersonen aus der Region Westfalen-Lippe via Zoom oder telefonisch durchgeführt. Das vollständig transkribierte Interviewmaterial wurde mittels thematischem Kodieren fallbezogen und fallübergreifend ausgewertet. **Ergebnisse**
Für eine Förderung der Mundgesundheit von Heimbewohner*innen ist aus Sicht der Befragten die Zusammenarbeit von Zahnärzt*innen und Pflegefachpersonen unabdingbar. Sie schildern Zeit- und Kompetenzmangel in der Mund- und Zahnversorgung von Heimbewohner*innen, denen mit neuen Verantwortlichkeitsrollen für speziell qualifizierte Pflegefachpersonen in Kooperation mit den Zahnärzt*innen begegnet werden sollte. Zugleich sprechen sie sich für eine stärkere Verankerung und Einbettung (zahn)medizinischer Versorgung in den Abläufen in Pflegeheimen aus. **Schlussfolgerung**
Neue Kooperationsformen zwischen Zahnärzt*innen und Pflegefachpersonen in Pflegeheimen sollten in Deutschland erprobt und weiter ausgebaut werden.
| Titel in Übersetzung | Oral health in nursing homes as an interprofessional task: Results of qualitative interviews with nurses and dentists on their current and future collaboration |
|---|---|
| Originalsprache | Deutsch |
| Seiten (von - bis) | 667-672 |
| Seitenumfang | 6 |
| Fachzeitschrift | Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie: Organ der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie |
| Jahrgang | 56 |
| Ausgabenummer | 8 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - Dez. 2023 |
ÖFOS 2012
- 303024 Pflegewissenschaft
Schlagwörter
- Advanced nursing role
- Dental care for aged
- Long-term care
- Qualitative research
- Team based
Zitationsweisen
- APA
- Author
- BIBTEX
- Harvard
- Standard
- RIS
- Vancouver