Räumliche Signaturen der Berechenbarkeit. Anmerkungen zu Tom Hillenbrands Drohnenland

Szilvia Gellai, Dominik Schrey

Veröffentlichungen: Beitrag in BuchBeitrag in KonferenzbandPeer Reviewed

Abstract

Ausgehend von der Wirkmacht der Raumkonzeptionen der Science-Fiction spürt der Beitrag den spezifischen medialen Signaturen der in "Drohnenland" beschriebenen digitalen Spiegelwelt des sogenannten Mirrorspace nach. Als Herzstück des Überwachungsszenarios beruht die Vorstellung dieses Raumes auf den Kulturtechniken der Zentralperspektive und der Fotogrammetrie und präsentiert insofern eine interessante Variation zu etablierten Entwürfen virtueller Realitäten. Der Aufsatz untersucht die Genealogien dieses Mirrorspace und der zu seiner Konstitution notwendigen Technologien und präsentiert eine medien- und raumtheoretisch grundierte Lektüre des Romans. Da im zeiträumlich berechenbaren "Drohnenland" die Handlungsspielräume der Subjekte massiv eingeschränkt sind, erlangt für sie der Zufall strategische Relevanz. Zum Prüfstein der Intelligenz für Mensch wie Maschine wird in einer Welt umfassender kalkulatorischer Mechanismen der Umgang mit dem Unkalkulierbaren.
OriginalspracheDeutsch
TitelMediale Signaturen von Überwachung und Selbstkontrolle
Redakteure*innenTorsten Erdbrügger, Liane Schüller, Werner Jung
ErscheinungsortBerlin u.a.
Herausgeber (Verlag)Peter Lang
Seiten243-264
ISBN (elektronisch) 9783631860670
ISBN (Print)9783631850213
PublikationsstatusVeröffentlicht - Jan. 2022

ÖFOS 2012

  • 602014 Germanistik
  • 508021 Medienwissenschaft

Schlagwörter

  • Zentralperspektive
  • Zufall
  • Fotogrammetrie
  • Raumtheorie
  • Science-Fiction
  • Virtuelle Realität
  • Counter-Surveillance
  • Territorium

Zitationsweisen