Selbstwahrnehmung Lehrender mit Deutsch L1 oder LX hinsichtlich ihres Verhaltens im DaF-Unterricht

Philip Bracker, Daniele Polizio

Veröffentlichungen: Beitrag in FachzeitschriftArtikelPeer Reviewed

Abstract

In der Fremdsprachendidaktik war man lange der Ansicht, dass native speakers im Vergleich zu ihren nichtmuttersprachlichen Kollegen kompetentere Sprachlehrende sind. Allerdings setzt sich die LehrLern-Forschung mit genau dieser Diskussion erst seit den 1990er Jahren auseinander, und fast nur im EFL/
ESL-Bereich. In diesen ersten Studien zeigte sich eine Dichotomie zwischen native und non-native speakers, nach der die zwei «Gruppen» ihren persönlichen
Einschätzungen zufolge anders unterrichteten (Medgyes 1994).
Der vorliegende Beitrag untersucht die Selbstwahrnehmung von DaF-Lehrer*innen mit Deutsch L1 und LX hinsichtlich ihres Verhaltens im Unterricht,
um herauszufinden, ob diese in verschiedenen Studien dargestellte Dichotomie ebenfalls im DaF-Bereich auftritt.
60 Lehrkräfte verschiedener Universitäten und GoetheInstitute in Spanien und Portugal haben an einer Umfrage
teilgenommen, deren Auswertung die Ergebnisse
anderer Studien der EFL/ESL-Didaktik teilweise bestätigt,
allerdings nur als mögliche Tendenzen oder Präferenzen.
In den meisten Fällen zeigen die Befragten abgesehen
von ihrer Erstsprache nur sehr wenige Unterschiede.
OriginalspracheDeutsch
Seiten (von - bis)21 - 34
FachzeitschriftMagazin
Ausgabenummer28
PublikationsstatusVeröffentlicht - 2021
Extern publiziertJa

ÖFOS 2012

  • 602014 Germanistik

Schlagwörter

  • Deutsch als Fremdsprache, Muttersprachler*innen, Lehrer*innen, Erstsprache, Selbstbild

Zitationsweisen