Abstract
Wie lässt sich Max Imdahls kunstwissenschaftliche Konzeption eines erkennenden Sehens mit Aby Warburgs kulturwissenschaftlichen Überlegungen zu einem bildlichen Denkraum verbinden? Wie können beide Ansätze aus soziologischer, sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive schließlich auf die Analyse von Bildphänomenen in Sozialen Medien übertragen werden? Diesen Fragen geht der Beitrag nach, indem er die Überlegungen Warburgs zum kulturbildenden Potenzial von Bildern mit den methodologischen Überlegungen Max Imdahls zum wiedererkennenden, sehenden und erkennenden Sehen verknüpft. Anhand einer Fallanalyse der bildlichen Selbstdarstellung einer jungen Frau auf Instagram in Kombination mit einem biografisch-narrativen Interview wird geprüft und plausibel zu machen versucht, welcher Gewinn mit Bildanalysen in einer Verbindung von Warburgs Gegenstandsperspektiven mit Imdahls methodischen Werkzeugen für ein zeitgenössisches gesellschaftliches Phänomen zu erzielen ist. Soziale Medien können auf diesem Weg, so die These, auch als bildbiografische Denkräume verstanden werden.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Seiten (von - bis) | 52-80 |
| Seitenumfang | 29 |
| Fachzeitschrift | Journal für Psychologie: Theorie - Forschung - Praxis |
| Jahrgang | 30 |
| Ausgabenummer | 2 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - Dez. 2025 |
ÖFOS 2012
- 504018 Kultursoziologie
- 604040 Interpretationsforschung
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