Abstract
Die kurze essayistische Annäherung an das Verhältnis zwischen Translokalität und Transformation untersucht sowohl die Herausbildung translokaler Räume als auch deren transformative Effekte an spezifischen Orten. Translokalität beschreibt Phänomene, die aus intensiver grenzüberschreitender Mobilität und den dadurch entstehenden Verbindungen von Menschen, Gütern und Informationen resultieren. Der Ansatz legt besonderen Wert auf die Gleichzeitigkeit von Mobilität und lokaler Verortung. Wichtige Elemente der Translokalität sind „Ankerplätze“, lokale Knotenpunkte, die Mobilität ermöglichen und soziale, kulturelle sowie wirtschaftliche Prozesse prägen. Beispiele reichen von urbanen Shopping-Malls bis hin zu ländlichen Produktionsstrukturen. Der Ansatz umfasst zudem die Bewegung von Objekten und Ideen und steht im Einklang mit dem „Mobility Turn“, der Mobilität als zentralen Bestandteil moderner Gesellschaften betrachtet. Der Beitrag beleuchtet das transformierende Potenzial von Translokalität, indem sie Resilienz und Innovation fördert, aber auch soziale Ungleichheiten sichtbar macht. Für die Soziale Arbeit bedeutet dies, Mobilität als Ressource zu verstehen, um soziale und ökologische Herausforderungen anzugehen. Translokalität verbindet globale Prozesse mit lokalen Strukturen und schafft so die Grundlage für positive Veränderungen.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Titel | Die soziale Welt der Transformation |
| Untertitel | Transdisziplinäre Aspekte einer transformativen Sozialen Arbeit |
| Redakteure*innen | Andreas Thiesen |
| Erscheinungsort | Wiesbaden |
| Verlag | Springer VS, Wiesbaden |
| Seiten | 95-103 |
| ISBN (elektronisch) | 978-3-658-48380-7 |
| ISBN (Print) | 978-3-658-48379-1 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2025 |
ÖFOS 2012
- 507002 Bevölkerungsgeographie
Schlagwörter
- Ethnologie
- Geographie
- Globaler Süden
- Migration
- Translokalität