Abstract
Unterhaltende Medieninhalte generieren viel Aufmerksamkeit. In der Prime
Time laufen Unterhaltungssendungen: Filme, Serien, Casting- oder Spiel‐
shows. Sie werden am stärksten rezipiert und reizen zu intensiver Affirmation oder zu empörter Kritik – manchmal zu beidem gleichzeitig. In
Printmedien sind es Blätter des Boulevards, die einerseits stets genügend
Leser:innen finden und ihnen Unterhaltung und Zerstreuung bieten, andererseits aber in der Kritik stehen. Beinah alle Medien bedienen mit unter‐
haltenden Inhalten längst auch den Onlinebereich und Social-Media-Kanäle
bzw. bereiten informative Inhalte unterhaltsam auf. Im medien- und sogar
im zivilisationskritischen Diskurs überhaupt ist es oft genug die Medien‐
unterhaltung, die Gegenstand der Debatten ist: „Wir amüsieren uns zu
Tode“ (Postman 1985). Der Unterschied von Information und Unterhaltung
ist verbunden mit der wertenden Unterscheidung von Hochkultur und
Populärkultur (Schicha 2014, S. 151). „Unterhaltung gilt dann als banal,
belanglos […] und trivial; zugleich kann sie auch als abenteuerlich, lustig
und phantasievoll wahrgenommen werden.“ (Ebd.) Im Zuge der Unterhaltungskritik spielen auch Technologieentwicklungen eine Rolle: Motor einer
vermehrten und niveauloseren Unterhaltungsorientierung sei die Einführung des Privatfernsehens gewesen (Schumacher 2010, S. 191), Social Media
und internetbasierte Streamingservices wie Netflix vergrößern das Angebot
an Unterhaltung.
Time laufen Unterhaltungssendungen: Filme, Serien, Casting- oder Spiel‐
shows. Sie werden am stärksten rezipiert und reizen zu intensiver Affirmation oder zu empörter Kritik – manchmal zu beidem gleichzeitig. In
Printmedien sind es Blätter des Boulevards, die einerseits stets genügend
Leser:innen finden und ihnen Unterhaltung und Zerstreuung bieten, andererseits aber in der Kritik stehen. Beinah alle Medien bedienen mit unter‐
haltenden Inhalten längst auch den Onlinebereich und Social-Media-Kanäle
bzw. bereiten informative Inhalte unterhaltsam auf. Im medien- und sogar
im zivilisationskritischen Diskurs überhaupt ist es oft genug die Medien‐
unterhaltung, die Gegenstand der Debatten ist: „Wir amüsieren uns zu
Tode“ (Postman 1985). Der Unterschied von Information und Unterhaltung
ist verbunden mit der wertenden Unterscheidung von Hochkultur und
Populärkultur (Schicha 2014, S. 151). „Unterhaltung gilt dann als banal,
belanglos […] und trivial; zugleich kann sie auch als abenteuerlich, lustig
und phantasievoll wahrgenommen werden.“ (Ebd.) Im Zuge der Unterhaltungskritik spielen auch Technologieentwicklungen eine Rolle: Motor einer
vermehrten und niveauloseren Unterhaltungsorientierung sei die Einführung des Privatfernsehens gewesen (Schumacher 2010, S. 191), Social Media
und internetbasierte Streamingservices wie Netflix vergrößern das Angebot
an Unterhaltung.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Titel | Grundbegriffe der Medienethik |
| Untertitel | für Studium, Wissenschaft und Praxis |
| Redakteure*innen | Alexander Filipovic, Annika Franzetti, Susanna Endres |
| Erscheinungsort | Stuttgart |
| Verlag | UVK Verlag |
| Seiten | 258–267 |
| ISBN (elektronisch) | 9783838566054 |
| ISBN (Print) | 9783825266059 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 2026 |
Publikationsreihe
| Reihe | UTB |
|---|---|
| Band | 6605 |
| ISSN | 0340-7225 |
ÖFOS 2012
- 508019 Medienethik
Zitationsweisen
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