Abstract
Migrationsgeschichte ist in den identitätsstiftenden nationalen Narrativen europäischer Staaten bis heute häufig randständig. Auch die Erinnerungen von Migrant_innen sind kein selbstverständlicher Bestandteil der europäischen Nachkriegsgeschichte. Welche Bedeutung Migrationsgesellschaften ihren Migrationsgeschichten einräumen zeigt sich unter anderem in der erinnerungskulturellen Ausgestaltung des öffentlichen Raumes. Im Beitrag wird die Frage nach einem Recht auf sichtbare Erinnerungsorte für marginalisierte Bevölkerungsgruppen aufgeworfen und an Hand von zwei real und symbolisch bedeutsamen Orten der jüngeren österreichischen Migrationsgeschichte diskutiert: Der ehemalige Wiener Südbahnhof war von den 1960er Jahren bis zu seinem Abriss 2010 ein zentraler Ankunfts- und Abfahrtsort von Migrant_innen. Der Marcus-Omofuma-Stein ist ein gesellschaftlich umstrittenes Mahnmal zur Erinnerung an einen bei der Abschiebung getöteten Asylwerber. Methodisch basiert der Beitrag vor allem auf episodisch-narrativen Interviews mit Migrant_innen und der Analyse unterschiedlicher Textquellen, darunter Medienberichte und Protokolle von Wiener Gemeinderatssitzungen.
| Originalsprache | Deutsch |
|---|---|
| Seiten (von - bis) | 13-36 |
| Seitenumfang | 24 |
| Fachzeitschrift | Geographische Zeitschrift |
| Jahrgang | 107 |
| Ausgabenummer | 1 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - Jan. 2019 |
UN SDGs
Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung
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SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
ÖFOS 2012
- 504021 Migrationsforschung
- 507005 Kulturgeographie
- 507020 Stadtforschung
- 507010 Politische Geographie
Schlagwörter
- Migrationsforschung
- Kritische Geographie
- Öffentlicher Raum
- Erinnerungs- und Gedächtnisorte
- Wien
Projekte
- 1 Abgeschlossen
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Erinnerungsorte der Migration in der Stadt
Hintermann, C. (Projektleiter*in)
1/02/11 → 31/01/17
Projekt: Forschungsförderung
Zitationsweisen
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