Zwischen Normalität und Normierungen: Wissenschaft als Idealbild angesichts von prekären Verhältnissen im akademischen Feld

Alessandro Barberi, Verena Walterbach

Veröffentlichungen: Beitrag in BuchBeitrag in Buch/SammelbandPeer Reviewed

Abstract

Ausgehend von der inneren Struktur wissenschaftlicher Karrierewege, wie sie etwa mit dem Gesamtwerk von Pierre Bourdieu und seiner Rezeption begriffen werden können, fragen Alessandro Barberi und Verena Walterbach mit ihrem Beitrag nach dem Verhältnis von Normalität und Normierungen im Blick auf die prekäre Lage des Bildungssystems. Dabei setzt der Beitrag mit einer Darstellung der normierenden wissenschaftlichen Spannungsfelder ein, um einen tiefen Bruch zwischen Ideal- und Realbildern zu konstatieren. Mit Blick auf die Filmgeschichte werden stereotype Darstellungen herausgearbeitet, indem die in Szene gesetzten Repräsentationen „normaler Wissenschaft“ rekonstruiert werden. In einem weiteren Schritt werden hinsichtlich der Prekarität von wissenschaftlichen Karriereverläufen im deutschen Bildungssystem Zahlen und Fakten auf den Begriff des „wissenschaftlichen Nachwuchses“ bezogen, der per se auf bedenkliche Zustände und klassenspezifische Barrieren verweist. Abschließend werden die genannten Aspekte verbunden, um das Verhältnis von Normalität und Normierungen am Beispiel der aktuellen Debatten zur Kategorie „Geschlecht“ zu diskutieren.
OriginalspracheDeutsch
TitelIdealbilder von Wissenschaft in der Diskussion
Redakteure*innenSandra Tiefel , Stefanie Hoffmann, Verena Walterbach
PublikationsstatusAngenommen/In Druck - 1 Apr. 2024

ÖFOS 2012

  • 503006 Bildungsforschung
  • 504005 Bildungssoziologie

Zitationsweisen