Abstract
Um gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen, können politische Entscheidungsträger*innen systemische Politikmaßnahmen einführen – beispielsweise Steuern, Verbote oder Regulierungen. Allerdings stoßen solche Maßnahmen oftmals auf geringe öffentliche Akzeptanz. Dieser Widerstand ist jedoch nicht statisch: Studien zeigen, dass die Akzeptanz systemischer Politikmaßnahmen nach ihrer Einführung oftmals zunimmt. In diesem Beitrag geben Robert Böhm, Christoph Fuchs, Armin Granulo und Leonhard Reiter einen Überblick über die verhaltensökonomische und psychologische Forschung zur zeitlichen Dynamik der Akzeptanz systemischer Politikmaßnahmen. Die Autoren stellen psychologische Reaktanz als Treiber des öffentlichen Widerstandes vor, fassen empirische Befunde zur Entwicklung von Widerstand vor und nach der Maßnahmeneinführung zusammen und erläutern verschiedene Mechanismen, die diese Dynamik erklären können – beispielsweise die Übergangsheuristik, hedonistische Adaptation und Rationalisierung. Abschließend erörtern sie Implikationen für die evidenzbasierte Politikgestaltung sowie offene Forschungsfragen.
| Original language | German |
|---|---|
| Pages (from-to) | 308-317 |
| Number of pages | 10 |
| Journal | Perspektiven der Wirtschaftspolitik |
| Volume | 27 |
| Issue number | 3 |
| DOIs | |
| Publication status | Published - 24 Aug 2026 |
Austrian Fields of Science 2012
- 502019 Marketing
- 502045 Behavioural economics
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