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Das demokratische Ethos als Praxis: Der philosophische Pragmatismus und die Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt

Publications: Contribution to bookChapterPeer Reviewed

Abstract

Das Kapitel untersucht den philosophischen Pragmatismus als Ressource für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und dessen Relevanz für die christliche Sozialethik. Ausgehend vom erkenntnistheoretischen Primat der Praxis rekonstruiert der Text das demokratische Ethos nicht als formales Regelwerk, sondern als gelebte Praxis. Der Beitrag entfaltet den Gedankengang exemplarisch an zwei Positionen: Richard Rortys neopragmatistischer Konzeption einer Solidarität durch moralische Gefühle und liberale Ironie sowie Jeffrey Stouts „neu-pragmatistischem“ Gegenentwurf. Letzterer verbindet im Rückgriff auf John Deweys Verständnis von Demokratie als Lebensform („way of life“) demokratische Deliberation mit einer materialen Tradition und einer Tugendtheorie des Charakters. Abschließend folgert der Aufsatz, dass eine sozialethische Theorie des Zusammenhalts Demokratie als umfassende Lebensform begreifen muss, in der die diskursive Praxis des Austauschs von Gründen der abstrakten ethischen Begründung von Werten immanent vorausgeht.
Original languageGerman
Title of host publicationPragmatismus, Gerechtigkeit, Technikethik
Subtitle of host publicationAktualisierungen Christlicher Sozialethik im 21. Jahrhundert
EditorsAlexander Filipović
Place of PublicationPaderborn
PublisherBrill Schöningh
Pages31–59
Number of pages29
ISBN (Electronic)978-3-657-79807-0
ISBN (Print)978-3-506-79807-7
DOIs
Publication statusPublished - 2026

Publication series

SeriesGesellschaft - Ethik - Religion
Volume28
ISSN2367-3680

Austrian Fields of Science 2012

  • 603104 History of philosophy
  • 603116 Political philosophy

Keywords

  • Pragmatism
  • USA
  • Democracy
  • Cohesion

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