Abstract
Individuelle Automobilität erscheint in der modernen Lebenswelt als alltägliche Selbstverständlichkeit. Zugleich trägt sie zentral zur Eskalation der Klimakatastrophe bei. Mit der Elektrifizierung von Autos formiert sich derzeit eine Reaktion auf diese Krise – unter konsumkapitalistischen Vorzeichen. In der vorliegenden Arbeit nehmen wir mit dem Cybertruck von Tesla ein besonders markantes Beispiel dieser Entwicklung in den Blick. Wir untersuchen die visuelle und sprachliche Inszenierung des Cybertruck auf implizite Subjektanrufungen hin. Unserer Analyse nach zeigen sich darin modern-kapitalistische Subjektideale, die tendenziell eskaliert werden, indem das Szenario einer postapokalyptischen Welt als sozialdarwinistische Verheißung dargestellt wird. Das implizierte Leitbild beruht auf einer enthemmten Naturbeherrschung, gesellschaftlichen Entsolidarisierung und traditionell-aggressiver Männlichkeit. Wir plädieren abschließend dafür, dass gegen solche imaginären Versprechen einer libertär-autoritären Weltordnung keine zynische Pseudo-Nachhaltigkeitspolitik wirksam sein kann, sondern nur solidarische und
emanzipatorische Politiken, die nicht leugnen, wie tief die Einschnitte durch soziale und ökologische Krisen sind und noch sein werden.
emanzipatorische Politiken, die nicht leugnen, wie tief die Einschnitte durch soziale und ökologische Krisen sind und noch sein werden.
| Original language | German |
|---|---|
| Pages (from-to) | 199-225 |
| Number of pages | 26 |
| Journal | Psychologie und Gesellschaftskritik |
| Volume | 49 |
| Issue number | 2 |
| Publication status | Published - 2025 |
Austrian Fields of Science 2012
- 504007 Empirical social research
- 504023 Political sociology
- 501021 Social psychology
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