Abstract
Wenn seit den späten 1990er-Jahren in den Diskussionen zu Samuel Huntington von einem clash of civilizations die Rede war, so stellt sich angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage und im Blick auf Christentum, Judentum und Islam – um hier nur die drei abrahamitischen Weltreligionen zu nennen – aktuell die ernsthafte Frage, ob wir es nicht mit einem clash of confessions zu tun haben. Dabei ist zu konstatieren, dass die klassischen Bestände der linken und säkular(isiert)en Religionskritik und -wissenschaft im Namen der Aufklärung nach wie vor volle Geltung beanspruchen können, wenn es um die innere Struktur des (fundamentalistischen) Glaubens sowie der (irrationalen) Religion und ihre – durchaus negativen – Auswirkungen auf ein demokratisches Gemeinwesen geht.
Gerade in Erinnerung an den Terroranschlag in Wien am 02. November 2020 und den Genozid vom 07. Oktober 2023 in Israel stellt sich dabei angesichts des radikalisierten Terrors insbesondere die Frage, wie genau und ob überhaupt der Islam als Religion vom Islamismus bzw. vom politischen Islam unterschieden werden kann. Denn die auf das siebte Jahrhundert zurückgehende Glaubensstruktur des Koran und des Propheten Mohammed zeigt sich auf verschiedenen Ebenen als gänzlich inkompatibel mit den liberalen und sozialen Grundwerten westlicher Demokratien und führt so zu manifesten Kollisionen und eben clashs of confessions. Dies betrifft u. a. den islamistischen Terror ebenso wie die Frauenpolitik. Deshalb hat sich die Redaktion der ZUKUNFT – in Kooperation mit der Dokumentationsstelle Politischer Islam und Terre des Femmes Österreich entschlossen, dem „politischen Islam“ eine eigene Ausgabe zu widmen, für die wir eine eindrucksvolle Reihe von Autor*innen gewinnen konnten, die sich schon im Vorfeld in dieser Diskussion hervorgetan haben.
Gerade in Erinnerung an den Terroranschlag in Wien am 02. November 2020 und den Genozid vom 07. Oktober 2023 in Israel stellt sich dabei angesichts des radikalisierten Terrors insbesondere die Frage, wie genau und ob überhaupt der Islam als Religion vom Islamismus bzw. vom politischen Islam unterschieden werden kann. Denn die auf das siebte Jahrhundert zurückgehende Glaubensstruktur des Koran und des Propheten Mohammed zeigt sich auf verschiedenen Ebenen als gänzlich inkompatibel mit den liberalen und sozialen Grundwerten westlicher Demokratien und führt so zu manifesten Kollisionen und eben clashs of confessions. Dies betrifft u. a. den islamistischen Terror ebenso wie die Frauenpolitik. Deshalb hat sich die Redaktion der ZUKUNFT – in Kooperation mit der Dokumentationsstelle Politischer Islam und Terre des Femmes Österreich entschlossen, dem „politischen Islam“ eine eigene Ausgabe zu widmen, für die wir eine eindrucksvolle Reihe von Autor*innen gewinnen konnten, die sich schon im Vorfeld in dieser Diskussion hervorgetan haben.
| Original language | German |
|---|---|
| Pages (from-to) | 2-4 |
| Number of pages | 3 |
| Journal | Zukunft. Die Diskussionszeitschrift für Politik, Gesellschaft und Kultur |
| Issue number | 11 |
| Publication status | Published - 15 Nov 2025 |
Austrian Fields of Science 2012
- 506013 Political theory