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Gegen die Akademisierung von Psychotherapie aus dem Geist der Klinischen Psychologie

Publications: Contribution to book › Chapter › Peer Reviewed

Abstract

Der Beitrag referiert zunächst einige wissenssoziologische und -historische Kontexte, die für das Verständnis aktueller Diskussionen über die Akademisierung der Psychotherapieausbildung von Bedeutung sind. Auf dieser Basis wird an dem Ende 2019 beschlossenen Gesetz zur Reform der deutschen Psychotherapeutenausbildung die darin angelegte enge Verkopplung mit dem Psychologiestudium im Allgemeinen und mit der Klinischen Psychologie im Besonderen als vertane Chance zu einer entscheidenden inhaltlichen und institutionellen Neuaufstellung der Psychotherapieausbildung gewertet. Vorhersehbar werden in dieser Liaison Einseitigkeiten des derzeitigen Psychologiestudiums in Bezug auf die Vermittlung psychotherapeutischer Wissensbestände jenseits der Kognitiven Verhaltenstherapie sowie die Engführung auf ein naturwissenschaftlich-szientistisches Wissenschaftsverständnis fortgeschrieben. Vor diesem Hintergrund erfolgt ein Plädoyer dafür, bei der in Österreich anstehenden Reform – und Akademisierung – der Psychotherapieausbildung die bisher die Ausbildung tragenden privaten
Vereine nicht wie in Deutschland abzudrängen und auch andere universitäre Anspielstationen als die Klinische Psychologie in Betracht zu ziehen
Original languageGerman
Title of host publicationDie Akademisierung der Psychotherapie
Subtitle of host publicationAktuelle Entwicklungen, historische Annäherungen und internationale Perspektiven
EditorsAlexandra Drossos, Wilfried Datler, Elke Gornik, Christian Korunka
Place of PublicationWien
PublisherFacultas
Pages145-168
Number of pages23
ISBN (Electronic)978-3-99111-829-9
ISBN (Print)978-3-7089-1393-3
Publication statusPublished - Sept 2023

Austrian Fields of Science 2012

  • 501019 Psychotherapy

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