TY - JOUR
T1 - Hypermediale Selbst-Bilder in Social Media. Biografieanalytische Erkundungen anhand eines Falles bedrohter Subjektivität
AU - Breckner, Roswitha
PY - 2025/5
Y1 - 2025/5
N2 - Bildhandeln in Social Media knüpft teilweise an Praktiken im Umgang mit analogen Fotografien an, die sich seit dem 19. Jahrhundert entwickelt haben. Zugleich haben sich mit der digitalen Fotografie neue Formen der Bildgestaltung herausgebildet, die sich von der Abbildfunktion von Fotografien immer weiter entfernen. Es geht nicht mehr nur darum, eine Realität festzuhalten und Anhaltspunkte für Erinnerungen zu schaffen. Vielmehr entstehen im digitalen Raum bildliche Ausdrucksmöglichkeiten, in denen die Referenz auf eine außermediale Wirklichkeit nicht nur komplizierter, sondern in unendlichen Verweisungsketten zuweilen auch verloren zu gehen scheint. Im Zuge der Selbstpräsentation von Privatpersonen in Social Media durch Zusammenstellungen dokumentierender Fotografien im Vis-à-vis hoch inszenierter, vielfach modulierter, zum Teil auch irritierender und schockierender Bilder entstehen komplexe Sinnzusammenhänge mit vielfachen inner- wie außerbildlichen Bezügen. Aus biografieanalytischer Perspektive gehe ich im Beitrag der Frage nach, ob solche Formen der Selbstdarstellung mit einem Konzept von Hypermedialität verstanden werden können. Mittels einer Fallanalyse, in deren Rahmen Bildclusteranalysen sowie eine biografische Fallrekonstruktion anhand eines narrativen Interviews durchgeführt wurden, untersuche ich, inwiefern hypermediale Bildumgebungen nicht nur als reines Spiel mit Bildern verstanden werden können, sondern auch Referenzen zu außerbildlichen biografischen Zusammenhängen aufweisen. Ausgehend davon werden verallgemeinerbare Aspekte zur Charakteristik hypermedialer Selbstdarstellungen herausgearbeitet.
AB - Bildhandeln in Social Media knüpft teilweise an Praktiken im Umgang mit analogen Fotografien an, die sich seit dem 19. Jahrhundert entwickelt haben. Zugleich haben sich mit der digitalen Fotografie neue Formen der Bildgestaltung herausgebildet, die sich von der Abbildfunktion von Fotografien immer weiter entfernen. Es geht nicht mehr nur darum, eine Realität festzuhalten und Anhaltspunkte für Erinnerungen zu schaffen. Vielmehr entstehen im digitalen Raum bildliche Ausdrucksmöglichkeiten, in denen die Referenz auf eine außermediale Wirklichkeit nicht nur komplizierter, sondern in unendlichen Verweisungsketten zuweilen auch verloren zu gehen scheint. Im Zuge der Selbstpräsentation von Privatpersonen in Social Media durch Zusammenstellungen dokumentierender Fotografien im Vis-à-vis hoch inszenierter, vielfach modulierter, zum Teil auch irritierender und schockierender Bilder entstehen komplexe Sinnzusammenhänge mit vielfachen inner- wie außerbildlichen Bezügen. Aus biografieanalytischer Perspektive gehe ich im Beitrag der Frage nach, ob solche Formen der Selbstdarstellung mit einem Konzept von Hypermedialität verstanden werden können. Mittels einer Fallanalyse, in deren Rahmen Bildclusteranalysen sowie eine biografische Fallrekonstruktion anhand eines narrativen Interviews durchgeführt wurden, untersuche ich, inwiefern hypermediale Bildumgebungen nicht nur als reines Spiel mit Bildern verstanden werden können, sondern auch Referenzen zu außerbildlichen biografischen Zusammenhängen aufweisen. Ausgehend davon werden verallgemeinerbare Aspekte zur Charakteristik hypermedialer Selbstdarstellungen herausgearbeitet.
KW - Hypermedialität; Selbstdarstellung; Social Media; Zusammenhang von erzählten und bildlich gestalteten Biografien; Bildclusteranalyse; biografische Fallrekonstruktion
KW - hypermediacy
KW - image cluster analysis
KW - Social Media
KW - self-presentation
KW - biographical case reconstruction
KW - the connection between narrative and pictorial biographies
KW - hypermediacy, self-presentation, Social Media, the connection between narrative and pictorial biographies, image cluster analysis, biographical case reconstruction
UR - https://www.scopus.com/pages/publications/105007230846
U2 - 10.17169/fqs-26.2.4426
DO - 10.17169/fqs-26.2.4426
M3 - Artikel
SN - 1438-5627
VL - 26
JO - Forum Qualitative Sozialforschung
JF - Forum Qualitative Sozialforschung
IS - 2
M1 - 17
ER -