Abstract
Der Essay widmet sich dem Roman "Mitgift" von Ulrike Draesner, der um die Geschcihte einer intergeschlechtlichen Person, Anita, später Axel, kreist - dies allerdings nicht aus deren/dessen genuiener Perspektive, sondern aus jener ihrer Schwester Aloe, für die das Aufwachsen mit Anita eine erhebliche emotionale Bürde bedeutet. "Mitgift" bietet jede Menge Stoff für die Schnittstellen eines Nachdenkens aus rechtsphilosophischer und Legal Gender Studies-Perspektive - Anknüpfungspunkte an juristische Fragen, Fragen der wechselseitigen Anerkennung geschlechtlicher Körper und Identitäten und damit auch der Gerechtigkeit. Kontext dieses Nachdenkens sind die im Buch geschilderten Auswirkungen des früher fraglos als "lege artis" angesehenen, juristisch abgesegneten "Intersex Case Management" und die verheerenden Folgen, die es nicht nur für die davon unmittelbar Betroffenen, sondern auch für ihre Nächsten hatte (und hat). Daran anschließend werden neuere Bewegungen in Recht und Medizin beleichtet, um letztlich die Frage zu stellen, ob und in welcher Weise der im Jahr 2018 in Deutschland geschaffene, neue rechtliche Rahmen mit seiner Anerkennung eines "dritten Geschlechts" auch ein anderes Schicksal für die Protagonist*innen von "Mitgift" bereithalten könnte.
| Original language | German |
|---|---|
| Title of host publication | Non-Person |
| Subtitle of host publication | Grenzen des Humanen in Literatur, Kultur und Medien |
| Editors | Stephanie Catani, Stephanie Waldow |
| Place of Publication | Paderborn |
| Publisher | Wilhelm Fink |
| Pages | 197-219 |
| Number of pages | 23 |
| ISBN (Print) | 978-3-7705-6442-2 |
| Publication status | Published - 9 Mar 2020 |
Austrian Fields of Science 2012
- 504014 Gender studies
- 602006 Applied literature studies
- 505033 Anti-discrimination law
- 505011 Human rights
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