Abstract
Dieser Artikel plädiert dafür, Privilegierungen innerhalb intersektionaler Analysen von Machtverhältnissen wieder ins Zentrum zu stellen. Der bisher vorherrschende Fokus intersektionaler Forschung auf Benachteiligungen und Unterdrückungen riskiert zu übersehen, wie auch Privilegierungen gleichzeitig Ungleichheiten formen und aufrechterhalten. Ausgehend von Nira Yuval-Davis‘ Konzept der situierten Intersektionalität schlagen wir ein analytisches Gerüst vor, welches die fluide und kontextuelle Eigenschaft von Privilegierungen und Benachteiligungen über Raum, Zeit und Skalierung hinweg berücksichtigt. Indem Machtverhältnisse historisch und strukturell verortet werden, fördert dieses Papier ein holistischeres Verständnis sozialer Ungleichheiten und betont das dynamische Zusammenspiel zwischen Privilegierungen und Benachteiligungen bei der Reproduktion und Veränderung sozialer Hierarchien.
| Original language | German |
|---|---|
| Pages (from-to) | 25-45 |
| Journal | Journal fur Entwicklungspolitik |
| DOIs | |
| Publication status | Published - Mar 2026 |
Austrian Fields of Science 2012
- 504014 Gender studies
- 504031 Diversity research
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