Abstract
Da frühgeborene Kinder als vulnerabel gelten, besteht Grund zu der Annahme, dass ihre Beziehungserfahrungen in der Familie andere als die von reifgeborenen Kindern sind. Die bisherige Forschung zur Eltern-Kind-Beziehung hat dabei allerdings nicht nur kontroverse Ergebnisse vorgelegt, sondern die Vater-Kind-Beziehung weitgehend ignoriert.
Der vorliegende Beitrag bezieht sich auf n=200 Kleinkinder (n=100 reifgeborene und n=100 frühgeborene Kinder, von denen n=27 extrem frühgeboren waren; 23-25 SSW). Alle Frühgeborenen (23-37 SSW; 12-32 Monate alt; adaptiertes Entwicklungsalter) wurden in der Universitätsklinik Wien rekrutiert und sorgfältig mit den reifgeborenen Kindern nach Alter, Geschlecht, Entwicklungsstand, familiärer Hintergrund etc. parallelisiert. Die Vater-Kind, aber auch die Mutter-Kind-Bindung wurde über externe Beobachter sowohl im Familien-Alltag (mit dem Attachment-Q-Sort), als auch im Labor (mit der Fremden Situation) erfasst.
Im Ergebnis zeigten sich sowohl bei früh- wie reifgeborenen Kleinkindern äquivalente AQS-Werte in den Vater-Kind-Beziehungen, wenn sie mit den Mutter-Kind-Bindungen des gleichen Kindes verglichen wurden. Allerdings lagen die AQS-Werte bei den frühgeborenen Kindern signifikant unter denen der reifgeborenen, mit Niedrigwerten, die außerhalb des Spektrums der Bindungssicherheit vor allem bei den extrem frühgeborenen Kindern angesiedelt waren. Verhaltenscodierungen aus der Fremden Situation wiesen auf emotionale Regulationsabweichungen hin, die die Beziehungsgestaltung vor allem für die Väter erschwerten.
Der vorliegende Beitrag bezieht sich auf n=200 Kleinkinder (n=100 reifgeborene und n=100 frühgeborene Kinder, von denen n=27 extrem frühgeboren waren; 23-25 SSW). Alle Frühgeborenen (23-37 SSW; 12-32 Monate alt; adaptiertes Entwicklungsalter) wurden in der Universitätsklinik Wien rekrutiert und sorgfältig mit den reifgeborenen Kindern nach Alter, Geschlecht, Entwicklungsstand, familiärer Hintergrund etc. parallelisiert. Die Vater-Kind, aber auch die Mutter-Kind-Bindung wurde über externe Beobachter sowohl im Familien-Alltag (mit dem Attachment-Q-Sort), als auch im Labor (mit der Fremden Situation) erfasst.
Im Ergebnis zeigten sich sowohl bei früh- wie reifgeborenen Kleinkindern äquivalente AQS-Werte in den Vater-Kind-Beziehungen, wenn sie mit den Mutter-Kind-Bindungen des gleichen Kindes verglichen wurden. Allerdings lagen die AQS-Werte bei den frühgeborenen Kindern signifikant unter denen der reifgeborenen, mit Niedrigwerten, die außerhalb des Spektrums der Bindungssicherheit vor allem bei den extrem frühgeborenen Kindern angesiedelt waren. Verhaltenscodierungen aus der Fremden Situation wiesen auf emotionale Regulationsabweichungen hin, die die Beziehungsgestaltung vor allem für die Väter erschwerten.
| Original language | German |
|---|---|
| Publication status | Published - 20 Sept 2016 |
| Event | 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie - Leipzig, Germany Duration: 18 Sept 2016 → 22 Sept 2016 http://www.dgpskongress.de |
Conference
| Conference | 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie |
|---|---|
| Country/Territory | Germany |
| City | Leipzig |
| Period | 18/09/16 → 22/09/16 |
| Internet address |
Austrian Fields of Science 2012
- 501005 Developmental psychology
Cite this
- APA
- Author
- BIBTEX
- Harvard
- Standard
- RIS
- Vancouver