Vom Informationsfluss zum Motivationsfluss. Wie Lehrpersonen motivieren können.

Publications: Contribution to journalArticle

Abstract

In der Sprachlehr- und -lernforschung gelten zwei Faktoren als besonders einflussreich auf den individuellen Lernerfolg, die jeweils individuelle Sprachlerneignung und die Sprachlernmotivation. Während die Sprachlerneignung tief in den kognitiven Strukturen verankert ist und wenig von außen beeinflusst werden kann, ist der Faktor Motivation beeinflussbar, was ihn interessant für die Fremdsprachendidaktik macht (Riemer 2013: 168; Riemer/Wild, 2016: 3). Beeinflusst wird Motivation sowohl von außerunterrichtlichen als auch von unterrichtlichen Faktoren. Zu den außerunterrichtlichen Einflussfaktoren zählen im Hinblick auf den Fremdsprachenunterricht etwa die gesellschaftliche Stellung des Sprachenlernens allgemein, das Prestige der zu erlernenden Sprache (L2) und die persönlichen Einstellungen der Lernenden dieser Sprache gegenüber, zu den unterrichtlichen Einflussfaktoren gehören unter anderem die individuellen Unterrichtsformen, die Beziehung zwischen Lehrenden und Lernenden sowie die Beziehung der Lernenden untereinander. Diese unterrichtlichen Faktoren können Lehrende bewusst beeinflussen (Busse 2017: 566; Riemer 2016: 39), Voraussetzung dafür ist allerdings ein grundlegendes Wissen über Motivationsmodelle und deren praktische Umsetzungsmöglichkeiten. Dieser Beitrag soll durch eine überblicksmäßige Darstellung eines in der Fremdsprachenforschung weit verbreiteten theoretischen Motivationsmodells sowie eines sehr praxisorientierten Modells für motivierenden Unterricht einen Beitrag zum Aufbau dieses Wissens leisten.
Original languageGerman
JournalKDVinfo
Issue number50/51
Publication statusPublished - 2018

Austrian Fields of Science 2012

  • 503029 Language teaching research
  • 602007 Applied linguistics

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